Biographie

Einschlägiges Vorleben

oder: Was bisher geschah

Markus Munzer-Dorn wurde 1955 in Niederbayern geboren; seine Schulzeit verbringt er im Landkreis München und in Ingolstadt. Schon früh erspielt er sich Preise bei Jugend musiziert und anderen Wettbewerben. Mit 18 Jahren bewirbt er sich am Stadttheater Ingolstadt als Gitarrist und sammelt erste Bühnenerfahrungen in der Dreigroschenoper, Anatevka und der Revue "Die verbrannten Dichter".

Dann Studium: Germanistik, Romanistik und Musikwissenschaft in Erlangen und Freiburg. Klassische Gitarre bei Santiago Navascués (Madrid / München) und Osvaldo Parisi (Buenos Aires / Erlangen). Abschlüsse: Magister artium (M.A.) und staatlich geprüfter Gitarrenlehrer.

Seit den 70er Jahren konzertiert er mit Solo- und Kammermusikprogrammen. Auch das virtuos-romantische Concierto de Aranjuez musizierte er mit verschiedenen Orchestern.

Erste Auftritte mit eigenen Liedern auf verschiedenen Brettl-Bühnen in München und – vor über 1000 Zuhörern – beim Nürnberger Bardentreffen.

Erste feste Anstellung ab 1985 am Ulmer Theater, als Schauspielmusiker, Regie- und Dramaturgie-Assistent. Schreibt zahlreiche Bühnenmusiken, aber auch Programmheft-Artikel und Glossen für die Theaterzeitung "Vorhang auf". Neben Gitarre und E-Gitarre bedient er bei Bedarf auch E-Bass, Mandoline, Laute, Zither, Bouzouki, Banjo, Concertina und Keyboards.

1987 spielt er seine erste Solo-LP "Das Wolkenverjagen" ein, die sich auf Anhieb auf der Liederbestenliste des SWR platzieren kann. Die Frankfurter Rundschau apostrophiert Markus Munzer-Dorn als einen der wenigen Liedermacher, "von dem sich noch Überraschungen erwarten lassen.“

Beim Wettbewerb der Stadt St.Ingbert und des Saarländischen Rundfunks erspielt er sich einen ersten Preis und wird damit zu einem der ersten Gewinner der St. Ingberter Kleinkunstpfanne.

In Stuttgart bekommt er 1988 den Förderpreis des Baden-Württembergischen Kleinkunstwettbewerbs überreicht.

In den 90er Jahren komponiert er Bühnenmusiken für die Luisenburg-Festspiele Wunsiedel, das Landestheater Schwaben, das Pfalztheater Kaiserslautern und andere Bühnen. Als gefragter Begleiter wirkt er bei vielen CD-Aufnahmen mit, u.a. bei Pavel Fieber (Jiddische Lieder), Walter Spira (Chanson) und dem Kammerchor Cantus novus.

Ein Workshop bei der Gitarren-Legende Attila Zoller bringt neue Impulse in Richtung Jazz.

1997 wird er als Leiter der Schauspielmusik ans Badische Staatstheater Karlsruhe berufen. Hier entsteht auch die Solo-CD "Fundsachen" mit Liedern und Gitarrenmusik aus 15 Jahren. In der Zusammenarbeit mit der Badischen Staatskapelle und anderen Orchestern erarbeitet er sich nach und nach alle wesentlichen Zupfinstrumenten-Partien des Opern- und Musical-Repertoires, von Don Giovanni bis Wozzeck, von Jesus Christ Superstar bis zur West Side Story.

2000 schreibt er das Flieger-Musical "Luftsprünge", das im Großen Haus des Ulmer Theaters mit über 50 jugendlichen Darstellern uraufgeführt wird. Seitdem entstanden weitere Musicals für Theatergruppen, Schulen, Kinder- und Jugendchöre, die vom Litag-Verlag Bremen und vom Deutschen Theaterverlag Weinheim betreut werden. 

2002 zählt er zu den zehn auserwählten Teilnehmern des Textdichter-Seminars in Celle und absolviert die Masterclass der „Celler Schule“ als Stipendiat der GEMA-Stiftung.

Von 2004 bis 2006 wirkt er als Musikalischer Leiter der Burgfestspiele Mayen. Für die Freilichtbühne arrangiert er u.a. das Don-Quixote-Musical "Mann von La Mancha" und die deutsche Erstaufführung von "Sacco und Vanzetti". Weitere Engagements führen ihn nach Konstanz, Meiningen (Südthüringisches Stattstheater) und Stuttgart (Altes Schauspielhaus). 

2007: Gründung des „Kammer- und Weltmusik“-Ensembles TRIAS mit Petr Hemmer (Violine) und Tobias Wahren (Klavier).

2008 gibt es eine Einladung zum renommierten Liedermacher- und Folklorefest Burg Waldeck. Aus dem Festival-Auftritt entsteht eine Live-CD.

2010: Zusammenarbeit mit Konstantin Wecker, der für die Musical-Uraufführung "Alexis Sorbas" 14 Songtexte von Markus Munzer-Dorn vertont.

2010 / 11: Für das Projekt "Kinderleicht" schreibt er 20 Arrangements, von denen einige in die große Volkslieder-Edition des Carus-Verlags übernommen werden.

2011 spielt er den anspruchsvollen Gitarren-Part in der Tango-Oper Maria de Buenos Aires von Piazzolla mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm. – Das Musical "Luftsprünge" kommt im Rahmen des Schneider-von-Ulm-Jubiläumsjahres wieder auf die Bühne. Diesmal singen und spielen mehr als 80 Jugendliche in der Regie von Markus Munzer-Dorn.

2012 entsteht als Auftragswerk zum Landesjubiläum Baden-Württemberg das Auto-Musical "Zündfunken". Der Carus-Verlag gibt eine Noten-Edition und eine Hörspiel-CD heraus.

2013/14: Neu im Repertoire: Das Doppelkonzert für Gitarre, Bandoneon und Orchester von Piazzolla; Aufführungen im Raum Stuttgart und Bad Krozingen. - Ambitionierte Vorstellungen der Musicals "Die schöne Helena" und "Von Hexen und Hühnern". 

Das Jubiläumsjahr 2015 bringt u.a. eine Neuinszenierung von "Zündfunken" in einer deutsch-finnischen Koproduktion; einen heftig beklatschten Auftritt auf dem Liederfestival Burg Waldeck, und in Ulm ein besonders großes Publikum: über 2000 Zuhörer bei der Uraufführung von "Der Turmbau" beim "klangfest"-open air auf dem Münsterplatz. 

ohne Bart Spielend Bühne 4 keine Gitarre instrumente